Pressemitteilung der Remscheider Entsorgungsbetriebe
2011 verkauften deutsche Apotheker fast 1,4 Milliarden Medikamenten-Packungen. Die in den Arzneimitteln vorhandenen Wirkstoffe werden im menschlichen Körper nicht ganz abgebaut, teilweise wieder ausgeschieden und gelangen so ins Abwasser. Dies hat negative Auswirkungen auf die Umwelt, lässt sich aber nicht ganz vermeiden. Was sich aber sehr wohl vermeiden lässt, ist die gezielte Entsorgung von Tabletten und flüssigen Arzneimitteln über das Abwassersystem. Diese falsche Entsorgung kann unnötigerweise zur Belastung des Trinkwassers, Schädigung von Wasserlebewesen und zur Bildung von Resistenzen bei Bakterien beitragen. Die Abfallberatung der Remscheider Entsorgungsbetriebe weist deshalb darauf hin, dass Reste alter Medikamente über den Hausmüll zu entsorgen sind. Spritzen und Kanülen sollten dabei vorher in stichfeste Gefäße eingefüllt werden. Will man vermeiden, dass Kinder Tabletten für bunte Bonbons halten und aus der Restmülltonne herausnehmen, dann kann man die Medikamentenresten vor der Entsorgung gut verpacken oder aber auf dem Wertstoff in der Solinger Straße abgeben. Auch einige Apotheken neben alte Arzneimittel freiwillig zurück, das ist aber nicht die Regel. Leere Kunststoffverpackungen sogenannte Blister, aus denen alle Tabletten herausgedrückt wurden, gehören, wie normale Verpackungen, in die Gelbe Tonne, Pappschachteln in die Papiertonne oder den -container.